Wir über uns

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ - Mut zum Leben

Seit über 100 Jahren unterstützt der Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen wohnungslose Menschen, die an den Rand unserer Gesellschaft geraten sind, in ihrem Bemühen, im Leben wieder Fuß zu fassen. Hierzu unterhält der Verein Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit angeschlossenen Altenheimen. Hier können Betroffene neben Unterkunft und Verpflegung sozial- und arbeitstherapeutische sowie seelsorgerische Beratung wahrnehmen. Sie finden so erneut zu sich und anderen und entwickeln neue Perspektiven. Des weiteren bietet der Verein ein ambulantes Angebot für in Not geratene Menschen an. Dieser Fachdienst versteht sich sowohl als präventives Angebot wie auch als Begleitung im Anschluss an die stationäre Hilfe.

Der Mensch ist auf Beziehungen mit anderen Menschen, die von gegenseitigem Verstehen und Hilfsbereitschaft geprägt sind, angewiesen. Wo er diese nicht finden oder gestalten kann, ist er heimatlos.

Der Verein für kath. Arbeiterkolonien in Westfalen bietet in seinen Einrichtungen Wohnungslosen einen Raum, indem sie ihre Beziehungsfähigkeit erproben, gestalten und aufbauen können, sodass sie sich außerhalb oder innerhalb der Einrichtungen ihre „Heimat“ errichten können.


„Liebe …  wie Dich selbst“ ?

Nur wer sich selbst annimmt, kann andere annehmen und zu ihnen tragfähige Beziehungen aufbauen. Christliche Seelsorge kann dazu beitragen, sich selbst mit allen seinen Macken anzunehmen und ein selbst verantwortetes soziales Leben zu führen. In diesem Sinne unterhält der Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen in seinen Einrichtungen neben den sozial- und arbeitstherapeutischen Angeboten freiwillige und offene seelsorgerische Angebote, um Menschen auf dem Wege zu sich und zu anderen zu begleiten.

 

Arbeit und Teilhabe

Arbeit und Beschäftigung sichern nicht nur den Lebensunterhalt. Sie sind vielmehr ein Weg, auf dem sich Menschen ihrer selbst vergewissern und die Anerkennung ihrer Mitmenschen erwerben. Arbeit gewährleistet die Teilhabe am sozialen Leben. „Die Arbeit ist ein Gut für den Menschen, weil er durch die Arbeit ... sich selbst als Mensch verwirklicht.“ (Johannes Paul II. in der Enzyklika LABOREM EXERCENS). Dies gilt grundsätzlich nicht nur für Erwerbsarbeit, sondern auch für Familienarbeit und vielfältige Formen anderer Tätigkeit.

Diese zentrale Stellung von Arbeit, insbesondere von Erwerbsarbeit, führt dazu, dass mit dem Verlust des Arbeitsplatzes häufig nicht nur finanzielle Nöte, sondern auch persönliche Krisen, Isolation und der Verlust des Selbstwertgefühls verbunden sind.

Dem wollen wir entgegenstehen.

Unsere Einrichtungen tragen und finanzieren sich zum Teil aus eigener Kraft. Diesem Ziel dienen vielfältige Arbeitsbereiche von der Landwirtschaft und Gärtnerei über Fertigungsbetriebe bis hin zur Hauswirtschaft, Haustechnik, Wäscherei, Küche und Bäckerei. Von jedem Bewohner erwarten wir die Bereitschaft, im Rahmen seiner Möglichkeiten und in Begleitung erfahrener Arbeitsanleiter mit zu arbeiten, sich einzubringen, seine Kräfte zu erproben, Verantwortung zu übernehmen und so an der Gemeinschaft und am täglichen Leben der Einrichtungen teilzuhaben und sich möglichst auf ein Leben außerhalb unserer Einrichtungen vorzubereiten.